From Bayrischzell to Bali - Traveling 
   
 
In the years immediately after the war, traveling remained a dream for most West Germans. There were more urgent needs - good and nourishing food, perhaps something nice to wear, a refrigerator, a car. Then came the "vacation wave." At first people traveled to the Black Forest, Bavaria or the North Sea for recreation. These were destinations they could reach by bus and rail.

By the 1960s, almost every family owned a car. Food was taken along from home and people had to make do with tents and camping units, but this didn't detract from the fun. Austria and Italy became the favorite vacation countries for Germans. The Federal Vacation Act of 1963 extended the minimum vacation ensured by law, and one year later vacation pay was introduced.
The radius of vacation destinations widened steadily. In the 1970s the percentage of package tours increased. Germans wanted to travel directly to the sun - the hotter, the better. Today trips are available to every continent, at every time of year. Travel is a top priority for Germans.
 
 
 Von Bayrischzell nach Bali 
   
 
Gleich nach dem Krieg war Reisen für die meisten Bundesbürger nichts weiter als ein Traum. Noch gab es dringendere Ausgaben - für gutes und reichliches Essen, vielleicht auch für etwas Schönes zum Anziehen, ein Kühlschrank war wichtig und ein fahrbarer Untersatz, dann kam die "Reisewelle". Wer sich damals auswärts erholen wollte, fuhr in den Schwarzwald, nach Bayern oder an die Nordsee - das waren Ziele, die man auch mit Bus und Bahn erreichen konnte. In den frühen Sechzigern besaß dann fast jeder ein Auto. Daß man den Proviant oft von zu Hause mitnahm und mit Campingwagen oder Zelt Vorlieb nehmen mußte, tat dem Spaß keinen Abbruch. Österreich und Italien wurden der Deutschen Lieblingsländer.Das Bundesurlaubsgesetz von 1963 verlängerte den gesetzlichen Mindesturlaub, ein Jahr darauf wurde das Urlaubsgeld eingeführt. Und so erweiterte sich der deutsche Urlaubsradius stetig. Seit den siebziger Jahren stieg der Anteil der Pauschalreisen an. Direkt in die Sonne mußte jetzt die Reise gehen, je heißer desto besser. Heute werden Reiseziele auf jedem Kontinent und zu jeder Jahreszeit angeboten. Und unter den Lebenszielen der Bundesbürger rangiert Verreisen ganz oben..
 
 
 Alligator mit Jungem 
   
 
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Alligator mit Jungem
Alligator with child

1997 beschlagnahmt vom Zollamt Tegel-Flughafen, Berlin
Berlin, Hauptzollamt Berlin-Packhof - Zollamt Tegel-Flughafen
 
 
 Venezianische Gondel 
   
 
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Venezianische Gondel
Venetian gondola

1970er Jahre
Berlin, Deutsches Historisches Museum
 
 
 Wohnwagen Austermann "Knospe" 
   
 
Ab 1957 wurde in Warendorf/Westfalen von Heinz Austermann die Fertigung der "Knospe" aufgenommen. Sie konnte mittels einer Kurbel in Minutenschnelle von 1,35 m Fahrbreite auf die respektable Wohnbreite von 2,15 m ausdehnt werden. Der Wohnwagen war zudem "Käfer"-tauglich und gewährte wegen seiner schmalen Taille dem Fahrer eine gute Straßensicht.
Als Anfang der 60er Jahre die Massenmotorisierung einsetzte, konnten sich viele Deutsche auch ihre erste Auslandsreise (natürlich mit dem Auto) leisten. Die Zahl der Wohnanhänger stieg in dieser Zeit rapide an: Der Campingurlaub erfreute sich höchster Popularität.
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Wohnwagen Austermann "Knospe"
Austermann trailer -- "The Sprout"

Heinz Austermann
Warendorf/Westfalen 1957
Karlsruhe, Willy Bayer
 
 
 Tödliche Souvenirs - Deadly Souvenirs 
   
 
Der Massenferntourismus weckt nicht nur die Abenteuerlust. Der sorglosen Entdeckung fremder Länder stehen die Sorgen der Daheimgebliebenen entgegen. Und häufig beschäftigt sie dabei die Frage: Gefährden Touristen die vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenwelt?
Die hier gezeigten Souvenirs sind illegal eingeführte und vom Zoll beschlagnahmte "Mitbringsel". Mehr als 40 000 Tier- und Pflanzenarten sind durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen geschützt, das seit Juni 1997 auch für alle EU-Staaten gilt.
Nicht nur Elefanten, Nashörner, Krokodile, Schlangen und Großraubkatzen, sondern auch Korallen, Muscheln und Schnecken gehören zu den geschützten Arten. Bei der illegalen Einfuhr dieser Tiere und Pflanzen können Bußgelder bis 100 000 DM verhängt werden.